Die Goblin-Prügelparty ist ein fetziges Kartenspiel in einem fantastischen Setting.

NEU: FAQ ergänzt!

Kurzübersicht

+ 2 Spieler +
+ ca. 30 Minuten +
+ hoher Taktikfaktor +
+ handliches Mitbringspiel +
+ Gepflegte Streitkultur genießen* +
*Anmerkung des 9765.** Goblin-Prügelchampions
**Ja, zum Champions-Zählen haben die Goblins das Zählen gelernt.

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Hintergrund

In einem Anflug von Größenwahn beschwor der wahnsinnige Magier Machthechel haufenweise Kreaturen, die ihm zu Diensten sein sollten – viel zu viele, um sie alle zu beherrschen. So entzogen die Goblins, Teufelchen und Kobolde sich unmittelbar seiner Kontrolle und starteten bald ein Spiel, das bei den Goblins das höchste Kulturgut darstellt und von den übrigen begeistert aufgegriffen wurde: die Prügelparty!

Spielprinzip

Beide Spieler versuchen die besten Kreaturen auf ihre Seite zu bringen. Doch das ist nicht so einfach, denn nur wer auch seinem Gegner manch mächtige Karte gönnt, wird an ausreichend neue Karten gelangen, um die Party zu einem guten Ende zu bringen. Da heißt es die richtigen Momente finden, um die richtigen Karten auf die richtige Seite zu spielen.
Mit der Zeit bringen die Spieler immer mehr Goblins, Kobolde und Teufelchen ins Spiel, die fast alle über einzigartige Karteneffekte verfügen. Manche beeinflussen das Spielgeschehen sofort, andere können bei Spielende noch einiges verändern - wenn sie dann noch da liegen, denn manch eine Kreatur mag sich bis dahin durch andere Effekte gen Ablagestapel verflüchtigt oder gar die Seite gewechselt haben.

Ein Beispiel aus dem Spielverlauf

Mira hat bereits 5 Karten in ihrer Reihe liegen, Ralf erst 3. Mira ist an der Reihe und spielt den Weiblichen Kobold in Ralfs Auslage. Der Weibliche Kobold kann entweder sofort abgeworfen werden, um eigene andere Kobolde zu stärken oder er bleibt liegen, um am Ende seinen Prügelwert nutzen zu können und davon zu profitieren, dass er bei Spielende einen Effekt auslöst: "Alle Kobolde des Gegners erhalten als zusätzlichen letzten Effekt: Bei Spielende: Der Prügelwert sinkt ggf. auf 4.". Ralf darf entscheiden, wie er den Weiblichen Kobold nutzt. Da er selbst noch keine Kobolde hat, würde er vom Abwerfen nicht profitieren und lässt ihn daher liegen. Mira darf nun noch 2 Karten nachziehen, weil der Weibliche Kobold einen Ausgleichswert von 2 hat (angezeigt durch die kleinen Kartensymbole oben rechts auf der Karte). Miras Zug ist damit beendet und Ralf ist an der Reihe.

Ralf spielt nun für Mira den Nervigen Kobold. Dieser hat ebenfalls eine Funktion, die erst bei Spielende aktiviert wird: "Wirf zwei Würfel. Füge die Ergebnissumme dem Prügelwert dieser Karte hinzu. Verdopple den Prügelwert der gegenüberliegenden Karte." Wie viele Kobolde ist er also nicht besonders berechenbar und kann, obgleich zunächst ohne Prügelwert (angezeigt durch die Zahl in der Mitte der Karte - hier eine Null) noch einen hohen Wert erreichen. Ralf sieht darin jedoch keine Gefahr, weil der Nervige Kobold, der jetzt bei Mira liegt, durch den bei ihm liegenden Weiblichen Kobold noch den zweiten Effekt erhält, dass sein Wert, wenn er im Spielverlauf noch über 4 steigen sollte, bei Spielende auf 4 reduziert würde. Gleichzeitig freut Ralf sich jedoch darauf den Wert seiner eigenen Karte, die er dem Nervigen Kobold gegenüber ausspielt, verdoppeln zu dürfen. Dafür nimmt er auch in Kauf, dass er für die "Schenkung" der Karte nur 1 neue Karte nachziehen darf.

Mira weiß jedoch mit dem Zug ihres Gegners umzugehen. Sie spielt für sich selbst das Unruhige Teufelchen. Sie darf somit diesmal keine Karten nachziehen, kann aber den Effekt der Karte nutzen, der es ihr erlaubt die Karten in ihrer Auslage neu anzuordnen. So kann sie den Nervigen Kobold an eine Stelle weiter vorne in der Auslage verschieben, wo er einer Karte mit geringem Prügelwert gegenüberliegt, sodass Ralf nicht viel von dem Verdopplungseffekt profitiert. Doch damit noch nicht genug: Liegt der Nervigen Kobold nun weiter vorne als der Weibliche Kobold, tritt der Effekt der Kobolddame erst ein, wenn der Nervige Kobold bereits mit seinem Spielende-Effekt am Zug war. So verleiht der Weibliche Kobold ihm zwar noch den negativen zweiten Effekt, dieser tritt jedoch nicht mehr ein, da der Nervige Kobold in der weiteren Aktivierung der Spielende-Effekte nicht mehr an die Reihe kommen wird. Natürlich ist das Spiel noch nicht zuende und das letzte Wort darüber noch nicht gesprochen...

Tipps fürs Spiel

  • Ihr solltet euch immer schon Gedanken darüber machen, welche der Karten, die ihr auf der Hand habt, ihr dem Gegner am ehesten überlassen werdet. In aller Regel werdet ihr nämlich keine neuen bekommen, ehe ihr das tut.
  • Es empfiehlt sich, nicht erst die letzte Handkarte für den Gegner auszuspielen, wenn diese nur Ausgleichswert 1 hat. Denn dann werdet ihr die eine Karte, die ihr neu zieht, so gut sie vielleicht ist, wiederum für den Gegner spielen müssen, es sei denn eure Reihe ist ohnehin fast voll.
  • Manche Effekte sind zu Spielbeginn noch nicht besonders wertvoll. Ihr könnt diese Situation nutzen, um Karten mit eigentlich mächtigen (sofort eintretenden) Effekten für den Gegner auszuspielen, ohne dass ihr dadurch großen Schaden nehmt. Sofern es sich bei der Karte jedoch nicht um das Wiederholungstäter-Teufelchen handelt, müsst ihr damit rechnen, dass der Effekt später doch noch aktiviert werden könnte.
  • Spielt nicht zu viele Teufelchen mit hohen Werten oder starken Effekten, die bei Spielende eintreten, in eure eigene Auslage, solange ihr nicht wisst, ob der Gegner vielleicht an das Teufelchen Satans Mund gelangt und damit eure Teufelchen mit seinen vertauscht.

FAQ

  • Q: In welcher Reihenfolge werden Karten an eine Auslage angegliedert, wenn sie, wie bei Satans Mund, aus der Auslage des Gegners übernommen werden?
    A: Die Karten werden zwar alle hinten an die Auslage angefügt, ihre Reihenfolge bleibt jedoch dieselbe, in der sie in der Auslage des Gegners auslagen.
  • Q: Was passiert, wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist?
    A: In diesem Fall können keine weiteren Karten gezogen werden. Insbesondere die Goblin-Schamanin kann dann auch keine weiteren Karten ersetzen. Sofort-Effekte, die das Nachziehen von Karten vorsehen, treten nicht ein (z.B. tritt der Effekt des Feuerteufelchens nur ein, wenn der Gegner noch mehr als 1 Handkarte hat).
  • Q: Unter welchen Karten kann man beim Goblin-Schleuderer wählen, wenn "eine beliebige" (Würfelergebnis 6) aus dem Spiel genommen werden darf?
    A: Gemeint ist "eine beliebige im Spiel", es kann also aus beiden vollständigen Auslagen eine Karte gewählt werden, nicht nur aus den Karten, die bei 1-5 betroffen sein könnten.
  • Q: Was ist beim Wiederholungstäter-Teufelchen zu beachten?
    A: (1) Jeder Effekt kann hierbei maximal einmal ausgeführt werden. (2) Die Karten werden wie bei Spielende-Effekten in einer strengen Reihenfolge abgehandelt, das heißt auch wenn das Wiederholungstäter-Teufelchen das Unruhige Teufelchen aktiviert und dieses die Karten neu ordnet, wird die Reihe von der bisherigen Position des Unruhigen Teufelchens aus weiter auf aktivierbare Effekte untersucht, wobei Effekte, die bereits neu aktiviert wurden, übersprungen werden (siehe 1). (3) Es ist möglich Effekte von Karten auszuführen, die erst durch andere Effekte (z.B. Alter Goblin) in die Reihe gelangen (sofern die Karten mit den neuen Effekten weiter hinten in der Reihe ausgelegt werden). (4) Auch wenn auf der Karte von "erneut" Ausführen die Rede ist, ist es unerheblich, ob die Effekte im bisherigen Spielverlauf bereits ausgeführt wurden oder nicht. (5) Die verschiedenen erneut ausgeführten Effekte werden separat abgehandelt, das heißt, wenn z.B. der Teufelchen-Spion und anschließend das Feuerteufelchen (re)aktiviert wird, darf der Gegner seine Handkarten dazwischen verdecken/mischen. (6) Wird der Sofort-Effekt der Fratze des Schicksals erneut aktiviert, wird der bereits auf der Karte liegende Würfel erneut geworfen, nicht etwa ein zweiter.
 
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